Nov
27
2009
Tag 21 Banjul (GAM)
Was sich schon ansatzweise während der Fahrt gerüchteweise angedeutet hat, ist heute bestätigt worden. Die für den Sonntag geplante Versteigerung kann aufgrund der Feiertage an dem Wochende (Tabaski = ähnlich wie Weihnachten für Christen) nicht stattfinden. Die Organisatoren haben zwar ihren Fehler bzw. die Fehlplanung eingeräumt, dies änderte aber zunächst nicht an der großen Enttäuschung aller Teilnehmer. Wir haben massiven Druck auf die Leute ausgeübt und auch klar gemacht, dass sonst von uns rechtliche Schritte eingeleitet werden, wenn keine adäquate Alternative angeboten wird, da wir gegenüber unseren Sponsoren in Wort und Schrift eine Verpflichtung eingegangen sind. Die Organisatoren der Rallye denken leider in vielen Fällen sehr "afrikanisch" was bei vielen Teilnehmern nicht gut ankommt.

Davon unabhängig haben wir aber heute schon privat das erste Hilfsprojekt in einem kleine Ort (Darisilami, ca. 30 Kilometer von Banjul entfernt), mit unseren Sachspenden unterstützen können. Und das "Verrückte" ist (nach dem Motto: so klein ist die Welt), dass dieses Projekt auch noch von einer Kölner Hilfsorganisation unterstützt wird. So haben wir in diesem Ort das ansässige Health Center (kleines Hospital), in dem auch eine kleine Schule angeschlossen war, mit diversen Sachen ausgestattet (u.a. Decken, Kissen, Verbandsmaterial, Schulhefte, Stifte). Außerdem haben wir noch einen Satz Fußballtrikots für den Dorfverein überreicht sowie das legendäre Bobbycar, das seine Tauglichkeit ja bereits in der Sahara unter Beweis gestellt hat.

Abschließend gab es noch wie aus dem Nichts für uns eine große Schüssel Kus Kus und dann spielte noch eine kleine Kapelle für uns ein Ständchen. Und obwohl an diesem Tag kein Unterricht stattfand, versammelten sich in der Anlage ca. 100 Kinder, die das ganze mit Freude und Herzlichkeiten aufgenommen haben. Ralf und ich hatten mindestens immer drei bis vier Kinder im "Schlepptau", die immer an die Hand wollten bzw. getragen werden wollten. Alles im Allen war dieser Besuch ein Erlebnis, der richtig unter die Haut ging und man die gewonnen Eindrücke so schnell nicht mehr vergessen wird.