Leider konnten wir die letzten Erlebnisberichte in Banjul aufgrund technischer Probleme nicht mehr einstellen.
Zusammenfassend ist noch zu berichten, dass nach den letzten Besichtungen von weiteren Schulen und Übergaben der restlichen Sachspenden, die wieder überschwenglich und herzlich aufgenommen worden sind, noch ein wenig Erholung auf dem Programm stand.
Den Rallyeteilnehmern einschl. uns war auch nach den eindrucksvollen Wochen und den erlebten Strapazen eine gewisse Erleichterung anzumerken und die gewonnenen Eindrücke müssen nun erstmal verarbeitet werden.
Am Tag nach der Versteigerung wurden wir bereits von den noch dort verbliebenden
Teilnehmern (u.a. das Schweizer Team "Geili Siche") darüber informiert, dass unser Auto am 06.12.09 den Besitzer für ca. 1.900,- EUR gewechselt hat. Da der Wagen auch nach der harten Wüsten-Tour noch in einem technisch guten Zustand war, erzielte er unter den angebotenen und versteigerten Limousinen den drittbesten Rang, stolze Leistung, alter Toledo!!!
Die neuen stolzen Besitzerinnen:
Wie auch schon zuvor mit den Verantwortlichen der DBO abgesprochen und schriftlich vereinbart worden ist, wird in Kürze der Erlös dem Projekt "Health-Center Darsilami-Köln" zufließen, eine echte kölsche Lösung wurde somit gefunden. Auch werden wir in Zukunft mit dem Verantwortlichen des Projektes in Kontakt treten und sicherlich auch bleiben , um ein wenig die weitere Entwicklung verfolgen zu können und das Health Center vielleicht auch weiterhin in seiner Entwicklung zu unterstützen.
Abschließend ist aus unserer Sicht bzgl. des "Organisationschaos", was leider dazu geführt hat, dass wir das eigentliche Highlight, nämlich die Versteigerung, nicht persönlich mitverfolgen konnten, folgendes Fazit zu ziehen:
Die Orgs hätten gut daran getan, alle Rallyeteilnehmer noch vor ihrer Reise über den bereits seit mehreren Wochen feststehenden Ausfall bzw. über die Verschiebung der Versteigerung zu informieren und somit ihre Fehlplanung einzugestehen anstatt sich in dubiosen Schuldzuweisungen zwischen Ihnen und Heinz (in Gambia) und sogar Lügen zu flüchten . Hätte man dann auch noch aus "moralischen" Gründen angeboten, hierfür einen Teil der Anmeldegebühr an die Teams zurückzuerstatten, hätte man sich zumindest etwas verstanden und aufgehoben gefühlt. Wir sind davon überzeugt, dass in diesem Fall sowieso alle Teilnehmer diesen Betrag wieder direkt in gambische Hilfsprojekte investiert hätten....
Leider ist von dem nichts eingetreten, so dass aus unserer Sicht die Charity-Rallye, die Riesenspaß gemacht hat, ein wenig an Glaubwürdigkeit verloren hat. Wir sind aber leider nur etwas zuversichtlich, dass die Orgs bzw. die DBO daraus auch etwas gelernt haben und die künftigen Touren reibungsloser und zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten verlaufen werden.
Tipps: Hier noch einige kurze Tipps für die zukünftigen Teams:
- Allrad ist nicht nötig
- in Frankreich haben sonntags die meisten Tankstellen geschlossen
- Madrid Formula 1 Hotel: wenn ihr aus dem Hotel rausgeht, ist auf der anderen Seite der Autobahn ein Einkaufszentrum mit mehreren Lokalen, gut zu Fuß zu erreichen, Straße rechts runter in der Kurve durch das Loch im Zaun unter der Autobahn durch dann links
- auf der Etappe von Larache nach Marrakesch sind wir bis Rabat von der offiziellen Orgastrecke abgewichen und eine Nebenstrecke gefahren die durch etliche kleine Dörfer ins Landesinnere führt – sehr empfehlenswert
- Marrakesch ca. 3 – 5 km vom Campingplatz gibt es einen großen Supermarkt, wo ihr alles bekommt (vergleichbar mit unserem deutschen Real Markt)
- ab Marrakesch haben wir abweichend der Orgastrecke die Route durch den Atlas mit einer Übernachtung in Tafraout nach Laayoune gewählt. Obwohl von ehemaligen Teams anders beschrieben, halten wir diese Strecke für absolut problemlos zu fahren – durchgehend Asphalt. Landschaftlich toll und absolut zu empfehlen. In Tafraout haben wir auf einen kleinen aber super sauberen Campingplatz geschlafen. Leider haben wir den Namen vergessen (ich meine der hieß übersetzt „die drei Palmen“), aber sehr einfach zu finden. Wenn ihr nach Tafraout reinkommt geht rechts vor der Tankstelle eine Straße ab die immer geradeaus und am Ortsausgang rechts ist der Campingplatz. Auf der rechten Seite dieser Straße (bei einem kleinen Knick) ist ein Bäcker dort haben wir das leckerste Fladenbrot der Tour (sowohl abends als auch morgens knusprig und ofenwarm) gekauft, auch haben wir uns dort mit leckeren Teilchen (für nicht Rheinländer – Kuchenstücke) eingedeckt. Die Sehenswürdigkeit “Die in Stein geschnitzte Gazelle“ werdet ihr ohne eine Wegerklärung eines Ortskundigen nicht selber finden, die “blauen Steine“ sind vom Ortsausgang der Hauptstraße !!! nach ca. 7 km rechts ab.
- Dakhla: den Ölwannenschutz, den sie hier einem unter das Auto bauen, taugt eigentlich nichts – wir waren froh, das schon in Köln erledigt zu haben
- In der Wüste schön auf die Kamera aufpassen / einpacken sonst ist der Sand drin und das war es dann mit den Fotos.
- Nouakchott: Wir haben in der Auberge Menata geschlafen, die Gäste multikulti aber sauber und empfehlenswert, Autos könne im abgeschlossen Innenhof geparkt werden, die Autos von 2 Teams, die in Hotels geschlafen haben, wurden auf dem bewachten Hotelparkplatz aufgebrochen – also Augen auf
- St Louis: das organisierte aber separat zu bezahlende Abendessen auf dem Campingplatz war das schlechteste Essen der ganzen Tour und mit 15€ inkl. einem Getränk absolut überteuert
- Banjul: Wir haben im Hotel Lemon Creek gewohnt www.lemoncreek.net , absolut empfehlenswert, sauber, freundlich, schön gebaut und direkt am Bumsterfreien Strand gelegen. Der dänische Manager Eric (spricht auch sehr gut deutsch) und seine engl. Assistentin Lindsay sind super nett und helfen euch wo es nur geht (ohne Eigeninteresse) z.B. Ausflugtipps, Angeltouren oder Bootstouren mit einheimischen Fischern, keine Touritouren. Wenn ihr mit 3 -4 Teams aufschlagt ist der Zimmerpreis auch verhandelbar.
- GPS oder Navis sind in Afrika eigentlich nicht nötig und werden nur fürs Geocaching benötigt
- Absolut sinnvoll sind LED Kopflampen
- sprecht die Orgas bei einem Halt gezielt an ob es sich um eine Pause handelt (sie werden es euch von selbst selten sagen) dann könnt ihr besser planen
- in Spanien darf eine Privatperson kein anderes Auto abschleppen mind. 200 € Strafe !!! (das gilt nicht nur für die Autobahn?)
Wer noch weitere Fragen hat darf sich gerne bei mir melden.
Bilder der Rallye folgen - also bleibt dran...
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